PP_fin1.JPGPedale & Poeten
4. November 2017 – 19.19 Uhr
Rödingsmarkt 52 -20459 Hamburg

Ein bunter Abend mit Ridern, Fahrradfahrer/-innen, Breveteros, Abenteurern, Weltverbesserern, Radsportlern und ihren Geschichten und Bildern von der Straße und der großen weiten Welt und mit Dir und für alle, die gerne mit dem Rad durchs Leben pedallieren.

 

 

— Vorläufiges Programm —

> BBB1000 – Weltpremiere des Films
zum Fahrradabenteuer, in dem ein paar durchschnittliche Rider, in einer Woche 1570 Kilometer von Hamburg nach Brügge und wieder zurück nach Hamburg gefahren sind.

> Die Hamburger Fahrradlegende Harald Legner
erzählt uns von seinen Langstrecken-Fahrradabenteuern – vor allem von seiner Teilnahme an London-Edinburgh-London 2017

> Alex baut eine mobile Feinstaub-Messstation
auf seinem Fahrrad in Hamburg. Warum er das macht, und warum das super ist, wird er uns live berichten.

 

> Otto Erich liest
Der großartige Hamburger Pedalist, Sportler, Antiquar und Literaturfan nimmt uns mit auf eine kleine, exklusive Abenteuerreise. Dafür öffnet er extra seinen gigantischen Bücherschatz – wir freuen uns dolle drauf!

> FreiFahrKultur-Beiträge
Zeit für Deine Geschichten, Gedichte, Bilder, Filme … aus deinen Fahrradleben 2017. Schick uns einfach eine PN mit Infos zu Deinem Beitrag – wir freuen uns drauf!

> Garniert wird der Abend mit feiner Musik und Zeit zum Quatschen und für zum neue Abenteuer planen und überhaupt.

UpDates zum Programm findet Ihr hier und dort https://rauszeitsite.wordpress.com/

Eintritt Frei
„Pedale & Poeten“ ist ein Self Supported Event:
Jeder bringt das, was er gerne trinken/snacken möchte selbst mit. Und jeder bringt dazu noch 1 Pulle Bier/Softdrink/Schampus für das Peloton mit!

 

 

Super Berlin Express 747

Am Ziel waren es dann doch 757 Kilometer in ca. 46 Stunden/30,5 Std. Fahrzeit (STRAVA) Von Hamburg nach Berlin,  durch Berlin und um Berlin herum bis zum Müggelsee und dann im Norden um Berlin herum wieder zurück nach Hamburg.

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Es war schon dunkel, irgendwo im graugrünen Nirgendwo Brandenburgs. Links am Straßenrand lag da so ein Pappträger für Wegwerf-Kaffeebecher. »Wenn das Ding da liegt«, dachte ich, »dürfte der nächste Kaffeespender in unserer Fahrtrichtung sein und vielleicht in Reichweite unserer müden Kraftreserven liegen!?« Derartige Gedanken taumelten ständig durch meinen Kopf. Meistens geht es dabei ja meist um so essentielle Dinge, wie: Essen, Trinken, Pause, Route, Durchschnittsgeschwindigkeit und Kilometer bis zum nächsten Stopp. Die Idee, an einem Wochenende im Juli, mit Super Berlin Express 747 eine Art Long-Distance-Alleycat, oder besser -Countrycat zu machen, wollte ich eigentlich viel später in die Tat umsetzen – doch das kleine Kilometermonster in mir säuselte nur » Tu es jetzt Rick, tu es, weil Du willst es doch auch …!«

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Also knapp 760 Kilometer in einem Rutsch durchzufahren und dabei in persönliches Neuland und in ferne Grenzwelten zu pedalieren, war schon ein maximaler Reiz. Also quasi sich selbst das „Stöckchen“ ins Feld zu werfen um dann hinterherzulaufen. Zwischenzeitlich dachte ich nur, hätte eine Flasche Whiskey, unter freiem Himmel konsumiert, vielleicht ähnliche Zustände erzeugt, wie dort draußen auf dem Rad zwischen klapprigen Dörfern und klappernden Störchen. Ein Rausch und eine Kilometer-Orgie durch schweigende Landschaften, an in der Juliwärme flirrenden Feldern vorbei, während die kleine Anzeigetafel am Lenker bedächtig einen Kilometer nach dem anderen addierte. Ein Pilger, meditierend, das Mantra des Abenteurers und Suchenden immer wieder repetierend.  Dazwischen Störche, unendlich viele Störche in allen Lebenslagen. Im Nest stehend, sitzend, mit Jungen, fliegend, startend und landend –  freie Auswahl für Vogelfreunde. Dazu Wildschweine in der Dämmerung, Fuchs von rechts, dicke Dorfkatzen und zwei junge Wölfe von links. Kevin hat die Wölfe leider nicht gesehen. Vielleicht habe ich mir die Tiere auch nur eingebildet. Ich hatte nämlich irgendwann, vermutlich durch den Schlafentzug, eine erstklassige Halluzination von einem schwarzen kleinen Tier, dass sich durch unsere Beine schlängelte. Keine Einbildung hingegen war die kleine Spinne, die das Licht meines Scheinwerfers als Lockmittel für Snacks nutzte und sich auf den vielen Kilometern zwischen Packtasche und Lenker ein kleines, netzartiges Gebilde baute. Auch eine Reisende. Freaks!

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Neunzig Prozent unseres Landes sind Land. Also: Felder, Wiesen, Wälder, Berge, Hügel, Marschen, Auen, Siedlungen, Dörfer und kleine Städte. Wenn man auf dem Fahrrad durch die Lande fährt, spürt man das. Und ich empfinde es als ein sehr schönes Gefühl. Schnell erlebt man dort die die Kraft der Stille. Zum Beispiel, als ich nachts zwischen zwei riesigen Weizenfeldern anhielt und das Licht meines Scheinwerfers ausschaltete. Mal abgesehen davon, dass ich bei dieser Aktion das Gleichgewicht verlor und beinahe in einen Graben gestürzt wäre, war die still atmende Ruhe ein wunderschönes Geschenk. Weniger angenehm hingegen war unser kläglicher Versuch, auf der Sitzbank einer Bushaltestelle, in Brandenburg ein kleines Nickerchen einzubauen. Im gefühlten Zentimeterabstand peitschten schlampig getunte Kleinwagen mit hundertzwanzig Sachen an uns vorbei. Dass die sich dabei innerhalb einer Ortschaft – wenn auch nur einer kleinen befanden – ließ die „Piloten“ völlig gleichgültig. Kurz vielleicht das Gaspedal gelupft und dann mit 140 Dezibel direkt an Rick und Kevin vorbei.

 

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Wie herrlich leise sich doch das Fahrrad durch die Welt bewegt. Es fliegt und gleitet, klickert und surrt und schnurrt, aber eben nur so. Ach ja, das Klickern der Nabe allerdings, so ist meine Vermutung, die nach über siebenhundert Kilometern schon fast einer validen, wissenschaftlichen Studie gleichkommt, macht Hunde verrückt. Da muss man nicht beim Transcontinental Race durch den wilden Balkan pedalieren, um das zu erleben. Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg reichen dazu völlig aus, um dutzende fette Vierbeiner hinter rostigen Zäunen in den bellenden Wahnsinn zu treiben. Erfreulicherweise hielten deren künstliche Grenzeinrichtungen ihren behaarten Hundekörpern stand. Sich dann noch mit so einem Ungetüm einen Rennen zu liefern – so weit hätte meine Leidenschaft für schnelles Radfahren nicht mehr gereicht.

 

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Als schnittiges Quartett in Hamburg gestartet, ab irgendwo dann als Trio mit Uli bis nach Berlin und dann janz weit wieder zurück nach Hamburg mit Kevin. Viel Zeit um festzustellen und zu spüren, wieviel Freude es macht, mit Menschen, die ähnlich fühlen und fahren, unterwegs sein zu können. Und obwohl ja während der langen Etappen gar nicht so viel oder auch gar nicht geredet wird, habe ich das Gefühl trotzdem irgendwie stets im Kontakt und Verbund mit den anderen zu sein. Sei es mit dem kurzen lächelnden Seitenblick, der sagt »alles in Ordnung« oder »ja, ich hätte auch große Lust auf  zwölf vegane Brathähnchen mit Beilage« oder auch mit dem Fahrtrhythmus des Vordermannes, der dir sagt, dass du jetzt auch mal Führungsarbeit machen solltest. Geheimsprache, Körpersprache, Details und Zeichen. Auf dem Rad hast du viel Zeit, die Radsprache der anderen zu lernen und dabei auch so einiges über seine Persönlichkeit zu erfahren.

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Potsdam, Protzdam, eine goldgrüne Pracht im Vorbeiflug. Wie ein kleiner Junge, der nur mal kurz am Eis seines gehässigen älteren Bruders lecken durfte, bevor dieser es ihm dann wegnahm und verschwand. So in etwa huschten Prachtvillen und Paläste aus vergangenen Zeiten an meinem visuellen Lustzentrum vorbei. Reifen knisterten auf den feinen Parkwegen und ich war Uli doppelt dankbar, dass er den Berliner-Part der Strecke ausgearbeitet hatte. Ein Genuss in der goldenen Abenddämmerung.  Kleine Motoryachten brummten über die Seen,  wohlgebügelte, duftende Teenager hüpften lachend auf dem Areal einer kubischen Prachtvilla herum, während die Erwachsenen mit Sundowner in der Hand, wahrscheinlich über G20 im fernen Hamburg und Börsenkurse diskutierten. Ich dachte derweil an Energie-Riegel und riesige Currywürste und das dieser Streckenabschnitt in Potsdam, in meiner Gourmetabteilung für aller feinste Flow-Strecken, einen sehr vorderen Platz bekommen wird. Natürlich haben wir auch den Schatz vom Müggelsee gefunden.  Zusammen mit Michael, einem Berliner Long-Distance-Rider, der plötzlich am Straßenrand stand und uns durch Berlin bis zum Müggelsee begleitete. Diese kleinen Überraschungen, die echte Größe haben. In der Dunkelheit durch die Wälder, um dann noch einmal am nördlichen Ende Berlins freudig begrüßt und von Regine mit allen kleinen Köstlichkeiten verpflegt zu werden. Wahrer Luxus.

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Je weiter wir fuhren, je mehr Kilometer wir in der Nacht eroberten, desto schwerer und schwerer lastete die Müdigkeit auf uns und in uns. Ich vermied es dabei schon tunlichst überhaupt an Schlafen zu denken. Die Vorstellung an ein weiches Kissen, an Stillstand ohne White-Noise in den Ohren, an geschlossene Augen und an ruhende Konzentration waren absolut kontraproduktiv und führten fast zu einer Form von Paralyse, ähnlich, wenn Tiere in Schockstarre fallen. Ich hätte mich ebenfalls einfach in die verlockend weiche Böschung fallen lassen können und wäre in der Sekunde eingeschlafen.

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IMG_20170716_052119.jpgRecht erquicklich war dann eine Stunde neben einem freundlich rauschenden und wärmenden EC-Automaten in einer kleinen Sparkasse in Irgendwo – mit dem weiteren Geschenk, dass gleich nebenan eine Bäckerei in den frühen Stunden des Morgens ihre Türen öffnete. Dort saßen wir dann auch gleich, die Vitrine leerend – etwas abgerockt und derangiert, wohlig schmatzend und seelig grinsend. Dazwischen endlose Stunden und die knackige Wahrheit, wann denn nun eigentlich noch die fehlenden tausend Höhenmeter des Tracks kämen. Sie kamen, reichlich. In den Abendstunden und in der Nacht.

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IMG_3089.JPGDie letzten hundert Kilometer wurden zur Meisterprüfung. Die endmüde Suche nach der verheißungsvollen Nachttankstelle im dunkelgrauen Nichts. Grelles Neonlicht. Der Geruch von Energy-Drinks und enervierenden Technobeats aus röhrenden Kleinwagen, lautes Saturday-Night-Kichern, verschwitze Glitzershirts, laue Sommernächte. Der Tankstellenkaffee krallte sich ätzend in meinen Magen, wie »Alien 2«, fühlte mich wie Ripley, überhaupt nicht mehr witzig. Der Gorilla grinste mich nur an. Ich war fertig.  Aber ich fuhr weiter. Kevin fuhr weiter. Wir fuhren weiter. Um etwa 5.30 Uhr rollten wir in Hamburg an unser selbst gestecktes Ziel. 767 Kilometer in etwa 46 Stunden. Super Berlin Express. Ein äußerst forderndes und wunderschönes Roadmovie, mit feinen Menschen, mit einem sehr feinen Super Kevin. Was kommt als nächstes?

 

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1572 Kilometer in 7 Tagen. BBB1000. Wir haben es tatsächlich geschafft.

 

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Sieben Tage durch wunderschöne Landschaften unserer europäischen Nachbarn. Unglaublich anstrengend und unfassbar schön. Die BBB1000 hat uns einiges abverlangt, uns dafür aber wahnsinnig viiel gegeben. Zum Beispiel große Portionen Pommes und knusprige Croissants und ein Abenteuer, dass wir sicher nicht vergessen werden.

Demnächst gibt es dann auch „BBB1000“ – den Film zur Tour. Bei Vimeo und live in Hamburg auf der BBB1000 Aprez-Party.

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Bekloppt? Bemerkenswert? Befremdlich? Gedanken vor dem Start zur BBB1000

Vor ein paar Tagen probierte ich meinen neuen Merino-Sommer-Baselayer von Raphaaaaa an –
früher nannte man das Unterhemd. Das Unterhemd, also, den Baselayer, hatte ich ganz günstig (hüstel) im Raphaaa Store in Kopenhagen erstanden, während wir uns auf den »Rapha Prestige« Ausritt rund um die dänische Hauptstadt einstimmten. Mal abgesehen davon, dass es dort die ganze Zeit dicke Meerschweinchen regnete, ich fünfzig Platten hatte und schließlich kurz vor Ende des Ausritts meiner großen Lust nachkam, in einem Nahverkehrszug den Beförderungskomfort für Fahrräder zu testen, war es eine gute und sportliche Einstimmung für die nächsten großen Fahrradabenteuer.

Während ich mich nun über meinen neuen  und super soften Baselayer freute, platzte meine Sonnenkönigin plötzlich ins Zimmer. Sie betrachtete mich mit einem ganz bestimmten Grinsen und fragte schließlich, ob ich im „Gay-Shop“ gewesen wäre. Ich schaute sie betont lässig an und antwortete mit einem lässigen »Ja, wieso?«

Aber, warum erzähle ich an dieser Stelle etwas von einem sexy Unterhemd, statt von den großen Abenteuern die draußen auf den Landstraßen und Pfaden der Welt auf mich warteten? Weil, man bereits im Vorfeld solcher Abenteuer viel Haltung und Mut zeigen muss.  Zum Beispiel, um ahnungslosen Anmachsprüchen trotzen zu können. Oder sich in seltsam anmutender Funktionsbekleidung durchs Treppenhaus zu hangeln, um dann den erschrockenen Nachbarn zu begegnen. »Bist Du das? Ich hab‘ Dich gar nicht erkannt …!« Insofern erspare ich den hoch geschätzten Fachleser/-innen jetzt die völlig unqualifizierten Kommentare, als ich mich traute, von meinen Plänen zur BBB1000 zu erzählen.

Anscheinend hängen die Fragezeichen in den Augen der anderen wohl auch damit zusammen, dass ich nicht mehr sechzehn bin und man doch in meinem Alter, sagen wir mal lieber, sportliche Aktivitäten wie zum Beispiel Rasenmähen oder Weinproben unternehmen sollte. Also total völliger Quatsch eben. Und so komme ich doch immer wieder an diesen einen strahlenden Punkt, an dem ich den Schuh aus dem Pedal klicke, auf mein Herz höre, in blaue bis blaugraue Nichts starre und denke »Schön. Sehr schön das alles hier!«  Und haargenau so ist es auch. Fast unbeschreiblich gut, die eigene Welt und Zeit aus der Perspektive eines fahrradfahrenden Abenteurers zu entdecken. Etwas zu wagen und zu investieren, etwas zu ertragen, sich herauszufordern. Und besonders glücklicherweise gibt es viele, die ähnlich empfinden.

Und mit ein paar von ihnen, geht es in wenigen Tagen an den Start ins Ungewisse. Also, dass Ziel, nämlich Brügge in Belgien und irgendwann dann wieder in Hamburg-Barmbek ankommen, ist natürlich klar. Aber, ob ich dieses Ziel erreichen werde, ist ungewiss. Abenteuer eben. Dafür habe ich aber einen enorm sexy Baselayer mit hohem Merinoanteil dabei, die beste Regenjacke der Welt, die ich hoffentlich nicht oder höchstens einmal brauchen werde. Und ein Dutzend gute Geister, die das Kribbeln der Welt in ihren Reifen summen hören wollen. Aber, davon später mehr.

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BBB1000
Das Super-Sonder-Spezial-Rauszeitabenteuer 2017.
Was im Frühjahr 2016 begann und sich zu einer großartigen Long-Distance-Serie mit ebenso großartigen Ridern entwickelte, geht auch 2017 weiter. Sehr viel weiter. Auf insgesamt 1.444 Kilometern durch Deutschland, Holland, in das Herz von Flandern und auf Abschnitten der »North Sea Cycle Route« wieder zurück nach Hamburg-Barmbek.

Auf unserer Route durch magische Landschaften,
werden wir unter anderem in Oudenaarde, Geraardsbergen und Brügge absolut legendäre Spots und „heilige“ Straßen der Radsportgeschichte erleben. Eddy!!!
Geplant ist, den #BBB1000 mit seinen ca 1.444 Kilometern in höchstens 6 Tagesetappen mit leichtem Gepäck und mit vor Ort gewählten Übernachtungsstopps in Unterkünften/ am Wegesrand und mit ganz viel Pommes zu fahren.

Der Start in Hamburg-Barmbek,
auf dem großen Platz am „Museum Für Arbeit“, erfolgt gemeinsam. Es wird Checkpoints/Challenges geben, die in jedem Fall angefahren/gemeistert werden müssen.

Im Moment beschäftigt sich noch ein hoch motiviertes, achtzigköpfiges Spezialistenteam mit der Ausarbeitung
der BBB1000 Route/des Tracks und den Details*

Da sich aufgrund der Streckenlänge das Peloton in die Länge ziehen und sich sicher auch in unterschiedliche Speed-Flow-Gruppen aufteilen wird, initiieren wir ausreichend vor dem Start eine smarte Teamplanung und ein Pre-Start-Treffen, wo wir uns untereinander abstimmen können. Wer partout nonstop und/oder alleine fahren will, kann das natürlich auch machen – bekommt dann aber keinen Nachtisch/keine Pommes von der Teamleitung!

Alle Up-Dates und weiteren Informationen, z.B. zum Track, zu genauen Zeiten, Checkpoints/Challenges, zu Awards etc., gibt es demnächst hier und auch dort: Facebook-Event

BBB1000 ist eine private, unbegleitete Radtour auf nicht gesperrten Straßen/Wegen und kein Rennen. Es gilt die StVO. Für die Einhaltung dieser Vorschriften bist du als Teilnehmer/-in selbst verantwortlich. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr!

Met een bijzonder vriendelijke groet,
Rick R.

The Super Special Rauszeit-Abenteuer 2017
What started in the spring 2016 and developed into a great long distance series with equally great riders
continues in 2017. Very much further. On a total of 1,444 kilometers through Germany, Holland, the heart of Flanders and on sections of the »North Sea Cycle Route« back to Hamburg-Barmbek.

On our route through magical landscapes,
we will experience absolutely legendary spots and „holy“ streets of race cycling history in Oudenaarde, Geraardsbergen and Bruges. Eddy !!!
It is planned to drive the # BBB1000 with its approx. 1.444 km in a maximum of 6 day stages with light luggage and with selected overnight stops in lodgings / at the edge of the way and with lots of fries.

There will be a joint start in Hamburg-Barmbek, on the large square at the „Museum für Arbeit“, There will be checkpoints / challenges, which must be approached / mastered in any case.

As the peloton will split due to the length of the track, and surely different speed-flow groups, we initiate a smart team planing and a pre-start meeting sufficiently before the start, where we can coordinate among ourselves. If you want to go non-stop and / or on your own, you can of course do it – but in that case you will not get the dessert / no fries from the team management!

All up-dates and further information, e.g. to the track, to exact times, checkpoints / challenges, to awards etc., you will soon find here or there facebook event

BBB1000 is a private, unaccompanied bike ride on unblocked roads / paths and no race. The road traffic regulations apply. You are responsible for compliance with these regulations as a participant. Participation is at your own risk!

Prelude
»Nachtgestalten«

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Die letzten Tage eines Jahres.
Die letzten Stunden eines Tages. Wie kleine aufblitzende Wassertropfen im Strom der Zeit geistern die Momente der vergangenen Monate durch meinen Kopf. Die Dunkelheit tut gut. Eine kleine Gruppe cyclistischer Abenteurer auf dem Weg zur Festive 500 in einer Fahrt. Für fünfhundert Kilometer fehlt mir nach Grippe und Konsorten gerade die Kraft. Ein Stück werde ich die Nachtgestalten aber begleiten. Hundertfünfzig Kilometer durch die Nacht.

Die erste Hälfte verging wie im Flug, wie im Rausch. Erwartungsvoll, neugierig, in sich gekehrt, aufgeregt und vorwärts rauschten wir durch die frühe Nacht. Wie meinten noch die drei Herren in der Dorfklause zu dem Unterfangen? »Wenn man sonst nichts zu tun hat.« Besser jedenfalls, als Kola-Korn im Koma-Land.

Der Rückweg dann allein.
Allein mit der Nacht. Allein im Wind. Die dunkle Magie einer Dezembernacht entfaltet ihren seltsamen Zauber. LED-Rentiere leuchten am Horizont, Armeen blinkender Weihnachtsmänner klettern immer noch auf Doppelhaushälften. Drinnen, in den guten Stuben der Dörfer, flackern die Fernseher durch die große weite Welt. Niemand mehr auf den Straßen. Kühles, kaltes Fahrtwindrauschen, sonst nichts.

Dann kommt der Flow der Nacht. Laut spreche ich die queren Namen der unbekannten Dörfer, die ich durchquere. Wrist. Borstel. Aspern. Ich zucke, irgendwo aus dem dunklen Nichts ein lautes „Muh“. Hungrig und durstig rolle ich durch die Nacht. Nach all den Festtagsköstlichkeiten verlangt mein Magen viel öfter nach Nachschub. Gepflegtes Erschrecken des müden Personals, als ich auf einer einsamen Tankstelle einfalle und mich mit Cola und anderen Produkten aus der Feinschmeckerhölle ausrüste. Dann verschwindet die seltsame Nachgestalt wieder auf einem Fahrrad auf der Landstraße. Schwarzer schweigender Asphalt, schnurgerade und bis zum Horizont, nur ich und eine gute Prise Rückenwind. Ich fahre Slalom um die Mittelstreifen.
Nur so. Einfach nur so, weil ich es mag.

Die wenigen Autofahrer,
die noch unterwegs sind, überholen mich in weiten Bögen. Friedlich gestimmt. Gut so. Hundertfünfzig Kilometer weiter unter der heißen Dusche fühlt sich die Welt wunderbar klar und ganz eindeutig wunderschön friedlich an. So kann es weitergehen.

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Noch einmal raus
Noch einmal Rauszeit
Das Weihnachtsfinale
291 Kilometer.
1271 Höhenmeter

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Rauszeit Spezial Cabin Mountains 291.
Fahrradabenteuer ist, wenn alles anders wird, als gedacht, gewünscht oder geplant. Darum musste Rick Rider auch das Bett mit einer Grippe hüten, während das Rauszeit291 Team in der kalten Dunkelheit die Tour startete. Als hustender Beobachter kann ich an dieser Stelle nur die Erzählungen, Zitate und Berichte der Rider zusammenfassend wiedergeben.

Die Strecke in den Norden Hamburgs, über den Nord-Ostsee-Kanal, durch die Hüttener Berge und wieder zurück, war eine eiskalte Herausforderung. Niedrige Temperaturen, nasskalte Nebelstimmung und ein ambitionierter Rick-Rider-Track über Sandpassagen, unpassierbare Abschnitte und wilde Pisten, forderten die Rider heraus. Es soll darum wohl auch zu vereinzelten Wutausrufen im Wald gekommen sein.

Alle Rider sind nach einem besonders langen Tag, mit den obligaten Pannen und Pausen auf unterschiedlichen Wegen und Arten in den frühen Nachtstunden wieder nach Hamburg zurückgekehrt. Müde, kalt und froh, eine fette Tour geschafft, neue Rekordmarken mit teils über 300K’s gesetzt und neue Grenzen, Menschen und Rider kennengelernt  zu haben. Sehr, sehr gut!

Noch ein paar ausführlichere Eindrücke der Rauszeit Spezial lest Ihr in Svenjas Rekordbericht Rauszeit_600.jpg

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Rauszeit 600.
Mit dem Fahrrad von Hamburg in den Harz, rauf auf den Brocken, wieder runter und zurück nach Hamburg. Das macht 638,4 Kilometer, 4342 Höhenmeter, 28 Stunden auf dem Fahrrad, in insgesamt drei Tagen. Damit wäre eigentlich alles Wesentliche erzählt, quasi die puren Eckdaten,  die Non-Premium-STRAVA-Mathematik.

Rauszeit600: der Film zum Buch

Angesichts der unzähligen sportlichen und abenteuerlichen Rekorde, die uns täglich in unseren Nachrichten, Newsgroups, Newslettern und Kanälen erreichen, könnten wir uns, wenn wir wollten, irgendwo hinten in die Reihe der großen Sporthelden einordnen. Schließlich umrundet – gefühlt – fast täglich jemand zu Fuß oder auf dem Fahrrad den ganzen Globus. So gibt es einige Radsportler und Events da draußen, die auch wir bewundern, die uns inspirieren und motivieren, es eben nicht bei einer üblichen Schönwetter-Radtour ins Grüne zu belassen.

Meine Idee war, mit der Rauszeit600, Grenzen zu erkunden, sportliches und soziales Neuland zu entdecken.  Und ich denke, den meisten in unserem überschaubaren „Neun-Frau-Mann-Peloton“ ging es da ähnlich. Dass sich überhaupt neun wagemutige Rider für dieses, Anfang Oktober auch meteorologisch unkalkulierbare Unterfangen, zusammen fanden, war an sich schon eine beachtliche Leistung. Anfangs waren wir sogar zu zehnt. Florian musste dann aber leider aus gesundheitlichen Gründen seine Teilnahme canceln. Trotzdem war er morgens um sieben beim Start dabei und begleitete uns auf den ersten Kilometern.

Neun junge Geister und mittel-/alte Hasen, vereint mit verschwörerischem Abenteuergrinsen, als wir in der Morgendämmerung, auf dem ARA-600-Brevet-Track, die Elbe Richtung Süden  überquerten. Still und leise in die Pedale tretend. Und als mich der erste kalte Gegenwind aus dem Windschatten heraus erwischte, die ersten dunklen Wolken heraufzogen und mein Garmin erst sechs Kilometer gefahrene Strecke angezeigte, fand ich meine Rauszeit-600-Idee anmaßend und angeberisch. Mit diesen nicht hilfreichen Gedanken, wurde dann auch die mentale Schlacht dieser Tour eröffnet. Und es sollte eine Schlacht werden. Für alles andere würde es Pommes und Torte und Energieriegel und Wasser und RedBull geben.

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Ruhig und freudig, nervös und energetisiert versanken wir tiefer und tiefer in einen gemeinsamen Rhythmus. Eines der Gefühle, die ich sehr mag, der Flow, wenn alles läuft im Team und man, wie ein kleiner, glänzender Schwarm Thunfische über den Asphalt jagt. Unaufhaltsam, nicht mehr einzuholen. Solche und ähnliche Gedanken sind immer die klaren, kleinen Etappensieger in der Mental-Schlacht auf dem Fahrrad. Gerne werden diese dann aber auch wieder vom kleinen Finger zum Beispiel mit noch mehr Gegenwind oder noch mehr Regen weggeschnippt. Gegenwind und Regen hatten wir während der Rauszeit600 reichlich. Also, quasi immer.

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Durch und durch nass rollten wir dann auch am ersten Etappenabend nach über 240 Kilometern auf den Hof unserer ersten Herberge im Vorland des Harz. Harald und Mirko hatten sich zuvor ans Werk gemacht, die Nacht zu durchfahren, um das 40-Stunden-Kriterium des AUDAX Reglements für 600er-Brevets anzupeilen. Herrlich, mit solchen Abenteurern und Radsportlern, seine Zeit zu verbringen. Wir restlichen sieben Rider verbrachten eine angenehme Nacht in einer recht bizarren Unterkunft. Unter tausenden von Kaffeekannen und unter genauer Beobachtung ihrer alternden Besitzer, schöpften wir neue Kraft. Unter der heißen Dusche, mit zehntausend von Käse überbackenen Kalorien und trocknender Radhosen auf intakten Heizkörpern.

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Die Etappe No. 2
führte uns, natürlich im strömenden Regen, zur großen Bergwertung. Der Berg. Der Brocken. Meine Berg-Premiere auf dem Fahrrad. Als Rennradfahrer, der eher einem reifen André Greipel, als einem jungen Coppi gleichkommt, beschränkte sich meine, in jedem Fall reichlich vorhandene Vorfreude, auf den Berg an sich, und den Plan diesen mit dem Rad zu bezwingen. Als Hamburger und Deichlandfahrer ist der Brocken schon ein echter Riese. Rennradfahrer aus südlichen Regionen werden für diesen „Hügel“ nur ein mildes Lächeln übrig haben. Aber, das ignoriere ich jetz mal an dieser Stelle. Tatsächlich hörte sogar der Regen auf, die Straßen trockneten und wir nahmen die ersten Steigungen am Brocken mit vorfreudiger Energie. Dann trennte sich die Spreu vom Weizen. Ich „spreute“ langsam, aber stetig dem Gipfel entgegen.

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Je weiter wir an Höhe gewannen,
desto mehr Menschen begegneten wir. Lahme, Alte, Kranke, Blinde, Hunde-Rudel-Besitzer, Bollerwagen-Zieher, E-Mountain-Bike-Kamikaze-Reiter, Segway-Steher und wir. Alles wollte um jeden Preis nach oben. Zweimal musste ich mein geliebtes und pfeilschnelles Ross ein kurzes Stück schieben, um mit ausdruckslosem Gesicht schwitzende Sonntagswanderer anzustarren.

Endlich oben, empfing uns ein eisiger Sturm und noch mehr Menschen. „Gipfel-Ballermann“. Heldenfotos waren schnell gemacht, danach ging es wieder zurück ins Tal. Jeder Haftpflicht-Unfall-Versicherer hätte unsere Abfahrt sicher gerne in seine PowerPoint-Rhetorik-Show integriert, um seinen mageren Abschlusszahlen raketenartig neuen Aufschwung zu verleihen. Wooooosh.

Es blieb bei einem berauschenden Ritt ohne Zwischenfälle. Am Fuße des Brockens verabschiedeten sich dann Simon, Andreas und David, um in ihrem eigenen Rhythmus non-stop zurück nach Hamburg zu fahren. Unter Tränen ließen wir sie ziehen. Wussten wir doch, dass gerade ohne Simon als Pacemaker, die kommenden Kilometer noch einmal härter werden würden.unspecified-36.jpgunspecified-38.jpg

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Und es wurde härter und derber.
Der Regengott hatte an diesem Tag einen ganz dicken Hals und schüttete uns vier verbliebende Rider zu mit feinstem Harzer Regenwasser aus allen Kanälen. Das Timing hätte nicht schlechter sein können. Wir mussten uns ja noch einige tausend Höhenmeter hochquälen, um diese anschließend in einer Art Wakeboard-Bike-Ride abzusurfen. Wahnsinn. Vor allem eine, über etliche Kilometer reichende Abfahrt, die bei trockener Straße ganz bestimmt ein Traum gewesen wäre, glich nun einer Wasserstraße für Bachforellen. Ich taufte sie „Abfahrt des Todes“ und küsste am Abend meine hydraulischen Scheibenbremsen.

Der Rest des Tages bestand darin, die nassen, eiskalten Füße irgendwie zu ignorieren und sich einigermaßen zivilisiert Kalorien zu zuführen. Der Umstand, dass keiner von uns Schutzbleche montiert hatte, um nicht die elegante Linie seines Velos zu verschandeln, ließ sich gut in unseren Gesichtern ablesen. So und nicht anderes sehen echte Rider und Rennradfahrer/innen aus.

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In meiner Mental-Schlacht
stand es derweil unentschieden. Durch den erfolgreichen Gipfelsturm und diverse besiegte Regenstürme und abgehakte Höhenmeter, wuchs mein Selbstvertrauen die „restlichen“ ca. 300 Kilometer schaffen zu können. Aber im Radsport, gerade auf den längeren Distanzen ist nichts wirklich kalkulierbar. Das bekamen wir dann am zweiten Tag auch deutlich zu spüren.

Die Strecke zog sich anstrengend durch die Berge. Regen und Kälte zerrten an unserer Kraft, so dass wir bereits nach etwa 120 Kilometern in Clausthal-Zellerfeld die Bremsfallschirme zogen. Dort erreichte uns auch die Nachricht, dass die vorausgefahrenen Andreas und David aus der Tour aussteigen wollten. Technische Probleme und die miese Witterung hatten bei den beiden leider ganze Arbeit geleistet.

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Etappe No.3
wurde für mich zur Do-or-Die-Schlacht. Da unsere Herberge in Clausthal-Zellerfeld zwar gegrillte Steaks im Angebot hatte, dafür aber keine heißen Heizkörper, matschte ich mich am dritten Morgen in die kaltnasse Kleidung, um dann eher automatisch und ferngesteuert mein Fahrrad zu beladen und mich angesichts des Dauerregens irgendwie zum Fahren zu motivieren. Denn anderen ging es sicher ähnlich. Zusammen haben wir uns dann Mut gemacht, sind auf unsere Bikes gesprungen, um die letzten Etappe mit 260 Kilometern in Angriff zu nehmen.

Kilometer reihte sich zäh an Kilometer. Ich hatte das Gefühl, nicht wirklich voranzukommen. Wie es den anderen ging? Wir haben noch nicht darüber gesprochen. Kurz vor Wolfsburg musste dann auch Falko die Tour beenden. Schmerzen in den Sehnen, zwangen ihn, immer langsamer zu werden. Tapfer quälte er sich noch die letzten langen Rampen hinauf, dann verabschiedeten wir ihn an einem romantischen Kreisverkehr im grauen Nichts der Wolfsburger Vorstadt. Nun waren wir nur noch drei. Also, außer Simon, der dann auch noch einen Zwischenstopp in Wolfsburg gemacht hatte und uns sagenhafte achtzig Kilometer voraus war. Simon: schneller als sein Schatten (Und selbst der ist schon verdammt schnell!)

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Schlussfahrt.
Unendlich lange und zu unserer Freude, trockene Straßen, bereiteten den Schlussakt der Rauszeit600. Die Geister wurden müder. Das müde Grinsen breiter, ob der wachsenden Zuversicht, die ganze Strecke tatsächlich schaffen zu können. Unsere „Dreier-Beziehung“ funktionierte wie eine Eins. Und so zogen, pushten, pedallierten und kämpften wir uns durch Wälder und Wiesenland und durch unzählige Dörfer. Jeder dieser Orte, wäre einen Besuch oder zumindest eine Pause wert gewesen. Am liebsten hätte ich mich im Abendlicht auf einer sonnenbeschienenen Lichtung in einen Schlafsack gerollt und eine Woche geschlafen. Aber wir mussten weiter. Wir wollten weiter. Mindestens bis zum nächsten großen Hunger oder bis zum nächsten Akku-Tausch.

Ich feierte die Tour-Fortschritte jetzt in Zehner-Kilometerschritten. Also, es waren eher kleine und stille Feiern mit mir selbst. Aber immerhin. Der Duft der Elbe dann, die Deiche im Zwielicht und die aufmunternden Zeilen in unseren digitalem Kommunikationskanälen, mobilisierten unsere letzte Power. Carola  flog, zusammen mit den zwei mittelalten Ex-Superhelden, wie ein Jet im St.-Pauli-Jersey und im gleichmäßigen Rhythmus die letzten dicken „K’s“ ab.

Das große Finale
war ein stilles Finale, im dunklen Entenwerder. Dort, wo wie vor drei Tagen gestartet waren. Ein großartiges Erlebnis und Fahrradabenteuer. Gemeinsam mit tollen Radsportlern, feinen Deerns und feinen Kerlen. Grenzen wurden verschoben und neu gesetzt. Rekorde gebrochen. Mentale Schlachten gewonnen. Was bleibt, ist ein ganz eigenes, ganz besonders warmes und gutes Gefühl, etwas Großes geschafft zu haben. Keine Erdumrundung. Aber so ähnlich. tbc.

Rick Rider

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#Rauszeit 333
Wir waren mal raus.
Große Rundfahrt.
333 Kilometer
Mud on your face
Grenzwelten
Nachtexpress
Super-Crew

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What mud, der Matsch
#Rauszeit333

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Raus aus dem Regen
#Rauszeit333

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Gravel Travel oder »Killt Rick Rider!«
#Rauszeit333

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U-Man
#Rauszeit333

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Super-Crew
#Rauszeit333

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Sunny side
#Rauszeit333

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Serpentine Hitfield
#Rauszeit333

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In to the darkness
#Rauszeit333

#Rauszeit 333
Wir waren mal raus.
Große Rundfahrt.
333 Kilometer
Mud on your face
Grenzwelten
Nachtexpress
Super-Crew

»333 Kilometer? An einem Tag? Ich kennen niemanden, der so was macht!« Ich  grinste, »Doch, mich!« Das waren so in etwa die Worte von Mrs. Rider, als ich ihr von dem neuen #Rauszeit333 Abenteuer berichtete. Eine Teilnehmerin eines Endurance Rennens in den USA antwortete auf die Frage, warum sie denn die Strapazen eines solchen Rennens auf sich nehme, mit den knappen Worten »Because, I can!« Ok, so genau, wusste ich nicht, ob ich über dreihundert Kilometer an einem Tag mit dem Fahrrad zurücklegen kann. Aber, was weiß man schon vorher im Leben?

Die Idee zu den Rauszeit Abenteuern entstand aus Zufall. Eigentlich wollte ich mit dem Fahrrad zu einer weiter entfernten Familienparty fahren. Von Hamburg ins Weser-Bergland. Zweihundertsechsundvierzig Kilometer. Aus dem Plan wurde nichts. Ich wollte aber meinen Plan für eine extra lange Fahrradfahrt nicht aufgeben. Daraus wurde Rauszeit246. Und in der digitalen Nachbarschaft meiner Fahrradfreunde fanden sich tatsächlich eine Handvoll abenteuerlustiger Mitmacher. Für uns alle würden 246 Kilometer die bisher längste, an einem Tag auf dem Fahrrad zurückgelegte Distanz werden. Gemeinsam haben wir die 246 um die großen Seen östlich von Hamburg in den A* gekickt.

Aus 246 wurde 277 und 333. Dabei war das überhaupt nicht der Plan. Wobei schon von einigen Cyclisten und Fahrradfreaks und Weggefährten gefragt wurde, was denn jetzt als nächstes käme. Weil, es muss ja immer gleich was Neueres und Größeres nachkommen. Und, irgendwie ging es mir ja genau so. Ich stand dort im Abendlicht mit schmerzendem Hintern neben meinem Rad, denke so »Geil, Alter, was biste für ’ne coole Sau! Sieh her, Welt, ich, Rick Rider …! Und so weiter. Aber, nachdem sich das gute und größenwahnsinnige Gefühl gelegt hatte, meldete sich der »Mehr-Mann«. Und was wollte der? Na klar: »Mehr!« Und so fuhr ich 277 Kilometer auf dem Fahrrad. Quer durch Schleswig-Holstein, mit diversen platten Reifen (meine!), mit einer Gruppe wahnsinnig netter und äußerst sportlicher Mitfahrer. Solche Touren sind immer auch soziale Herausforderungen.

Alles dreht und bewegt sich um Teamgeist, gesunde Selbsteinschätzung, Offenheit und auch Gelassenheit. All diese Qualitäten müssen sich irgendwie in ein paar Stunden einstellen. Ansonsten kann es schnell auch doof werden. Wurde es aber nicht. Im Gegenteil.

Die #Rauszeit333 wurde für mich zu einem echten, fetten Meilenstein. Mrs. Rider schüttelte wie immer ihren Kopf. Ich stieg im Morgengrauen in den Sattel um irgendwann tief in der Nacht, am Ende meiner Kräfte ins Bett zu fallen. Die Stunden davor waren gepflastert mit cyclistischer Tiefenmeditation auf scheinbar endlosen Kilometern. Wüste Buckelpisten quer durch den Wald, rauf auf den Wilseder Berg, irgendwie durch die Heide. Dezente Flüche über den GPS-Track, verschwitztes Lachen, dass wir die Gravel-Buckel-Mud-Piste dann doch überlebt haben. Immer weiter. Mit der Dunkelheit wich dann die Kraft in mit. Mein LED-Flasher, der nur als Notlicht dienen sollte, machte mich wahnsinnig. Thank Simon hatten wir einen fetten Strahler am Nabendynamo, der uns dann sicher nach Hause leuchtete. Der Nachtportier an einem Elbhotel schenkte uns noch zwei Buddeln Cola und ein mitleidiges Lächeln. Fahren, wie in Trance, Sekundenschlaf, kurze Träume von Bett und Dusche und ufogroßen Steaks. Schlangenlinien. Die letzten Kilometer waren leicht verstrahlte Kopfsache. Der ganze Tag ein großartiges Abenteuer mit tollen Sportsmännern. #Rauszeit333

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#Rauszeit 277
What a fine team
277 Kilometer in to the wild
To be continued …

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G-Force
#Rauszeit277

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J.B. at its best
#Rauszeit277

Felix_rz277.jpgFelix Atomix
#Rauszeit277

IMG_6441.JPGSimon Speedon
#Rauszeit277

Flo_rz277.jpgFlo Machine
#Rauszeit277

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          Rauszeit_Lay_277_Seite_3

Es geht weiter
#Rauszeit 277
19. Juni 2016
277 Kilometer

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‪#‎Rauszeit‬ 277
Micro Elite Edition
Stem/Frame/Tag
Handmade Rewards
For Queens and Kings
of the Mountains

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Rauszeit_view

#Rauszeit246
20. Mai 2016
4 Rekordrider
246 Kilometer

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Rauszeit_WP2

Im kleinen Peloton auf leisen Reifen durch die Landschaft reisen. Es geht weiter.

Rick Rider / Critical Riders Hamburg.

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